Cherys Premium-Submarke Exeed hat mit der Massenproduktion des SUV EX7 begonnen, der über eine herausragende Innovation verfügt: elektronisch-mechanisches Bremsen (EMB). Dies ist das erste Mal, dass diese Technologie in einem Serienfahrzeug zum Einsatz kommt, was einen Wandel hin zu vollständig digitalen Bremssystemen signalisiert. Der EX7 verfügt außerdem über ein Hightech-Interieur und ist in der Lage, direkt mit etablierten Anbietern im wachsenden Segment der Premium-Fahrzeuge mit neuer Energie (NEV) zu konkurrieren.
Innenarchitektur und technische Integration
Die Kabine des EX7 wird von einer minimalistischen Ästhetik und einem riesigen, hängenden integrierten 30-Zoll-Display dominiert, das die zentralen Bedien- und Beifahrerbildschirme vereint. Dieser zentrale Bildschirm ist mit einem schwebenden LCD-Kombiinstrument für den Fahrer gekoppelt. Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen gehören „Zero-Gravity“-Sitze, ein Doppelspeichen-Lenkrad und ein Panorama-Schiebedach, allesamt in einem zweifarbigen Schwarz-Braun-Farbschema gehalten.
Dieser Fokus auf digitale Immobilien spiegelt einen breiteren Trend in der Automobilindustrie wider: Verbraucher erwarten zunehmend, dass der Fahrzeuginnenraum die nahtlose Konnektivität moderner Smartphones und Tablets widerspiegelt. Das Design des EX7 erfüllt diese Anforderungen und verschiebt die Grenzen der Innenraumtechnologie.
Details zu Mechanik und Antriebsstrang
Der EX7 basiert auf Cherys E0X-Plattform und teilt seinen 3.000-mm-Radstand mit dem Exlantix ET (auch bekannt als Sterra ET), der bereits in über 20 Märkten verkauft wird. Der SUV ist sowohl als batterieelektrische (BEV) als auch als Variante mit erweiterter Reichweite (EREV) erhältlich.
Das BEV-Modell kombiniert einen 123-kW-Frontmotor mit einem 230-kW-Heckmotor und liefert eine Gesamtleistung von 353 kW. Die EREV-Version kombiniert einen 115 kW starken 1,5-Tonnen-Motor mit einem elektrischen Antriebsstrang. Zu den Batterieoptionen gehören 39,816-kWh- und 39,917-kWh-Pakete für die EREV-Modelle (mit Reichweiten von 182 km bzw. 203 km) und ein größeres 97,682-kWh-Paket für das BEV, das Reichweiten von bis zu 726 km bietet.
Das EMB-System ist das Hauptunterscheidungsmerkmal. Herkömmliche hydraulische Bremsen werden vollständig durch elektronische Aktuatoren ersetzt, was ein verbessertes Ansprechverhalten, geringeren Verschleiß und Potenzial für eine zukünftige Integration des autonomen Fahrens verspricht.
Marktpositionierung und Wettbewerbslandschaft
Der EX7 betritt einen wettbewerbsintensiven Markt und sieht sich Konkurrenten wie dem L7 von Li Auto gegenüber (von dem im Februar 2026 über 26.000 Einheiten verkauft wurden). Während im Februar der Gesamtmarkt schrumpfte und BYD einen Rückgang von 41 % gegenüber dem Vorjahr meldete, treibt Exeed die Entwicklung neuer Modelle voran. Der kleinere ET5 erhielt kürzlich eine Preiserhöhung von 720 USD für die Laser-Radar-Version.
Cherys Mutterkonzern durchlebt eine Phase schwankender Nachfrage, wobei einige inländische Mitbewerber zweistellige Umsatzrückgänge verzeichnen mussten, obwohl NIO einen Anstieg von 58 % verzeichnete. Das EMB-System des EX7 ist ein strategischer Schachzug, um in einem überfüllten Feld Aufmerksamkeit zu erregen. Die Einbeziehung von Standard-LiDAR deutet auf ein Engagement für erweiterte Fahrerassistenzfunktionen hin.
Produktion und Ausblick
Der EX7 wird im Chery-Werk Wuhu in der Provinz Anhui hergestellt. Durch die Einführung von EMB und einer hochgradig digitalisierten Kabine positioniert sich Exeed als Premium-NEV-Marke mit Fokus auf Innovation. Der Erfolg des EX7 wird von seiner Fähigkeit abhängen, Verbraucher anzusprechen, die Spitzentechnologie und ein wettbewerbsfähiges Sortiment in den Vordergrund stellen.
Die Einführung des EX7 unterstreicht einen breiteren Trend: Chinesische Automobilhersteller übernehmen zunehmend eine Vorreiterrolle bei der Einführung fortschrittlicher Automobiltechnologien und treiben die Branche in eine Zukunft vollelektrischer und digital integrierter Fahrzeuge. Die weltweite Verfügbarkeit des Modells wird darüber entscheiden, ob diese Innovation etablierte Märkte stören kann.
