Mazdas nächster Miata: Synthetische Kraftstoffe oder Hybridantrieb?

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Mazda plant einen MX-5 Miata der nächsten Generation, aber das Auto wird erst in einigen Jahren auf den Markt kommen und die größte Frage ist, wie es angetrieben wird. Führungskräfte von Mazda haben zugegeben, dass sie die Optionen abwägen, ob sie bei einem Verbrennungsmotor mit synthetischen Kraftstoffen bleiben oder einen Hybridantriebsstrang einführen wollen.

Die Herausforderung synthetischer Kraftstoffe

Das ideale Szenario für Mazda wäre, weiterhin einen traditionellen Benzinmotor zu verwenden, der jedoch mit synthetischen Kraftstoffen betrieben wird. Diese Kraftstoffe sind chemisch mit Benzin identisch, werden jedoch klimaneutral hergestellt. Dies würde es Mazda ermöglichen, größere Neukonstruktionen zu vermeiden und gleichzeitig die Abgasnormen einzuhalten. Allerdings gibt es ein großes Hindernis: einen Mangel an Infrastruktur. Die Produktion synthetischer Kraftstoffe ist begrenzt und es gibt fast keine Orte, an denen man sie kaufen kann.

Damit synthetische Kraftstoffe funktionieren, müssten Tankstellen vorhanden sein, aber ohne Nachfrage nach dem Kraftstoff können keine Tankstellen gebaut werden. Es ist ein klassisches Henne-Ei-Problem. Porsche hat mit der Herstellung synthetischer Kraftstoffe experimentiert, die Technologie ist jedoch noch nicht ausgereift. Als kleinerer Autohersteller kann sich Mazda realistischerweise nicht auf synthetische Kraftstoffe verlassen, bis die Infrastruktur aufgeholt hat.

Hybridisierung als wahrscheinliche Lösung

Angesichts der Herausforderungen tendiert Mazda zur Hybridisierung. Dies würde es ihnen ermöglichen, die Emissionsvorschriften einzuhalten und gleichzeitig einen Verbrennungsmotor anzubieten. Der Nachteil? Hybride erhöhen das Gewicht. Der Miata ist bekannt für sein geringes Gewicht, das für sein Handling und seinen Fahrspaß ausschlaggebend ist. Durch das Hinzufügen eines Batteriepakets erhöht sich die Masse des Fahrzeugs erheblich, wodurch möglicherweise die Balance beeinträchtigt wird.

Mazda erwägt Mild-Hybrid-Systeme (48 Volt), um die Gewichtszunahme zu minimieren, aber Führungskräfte räumen ein, dass dies nur eine Option unter vielen ist. Ziel ist es, die Kernidentität des Miata beizubehalten: Spaß, leicht und erschwinglich.

Die Zukunft bleibt ungewiss

Der nächste Miata (NE-Generation) ist noch Jahre entfernt. Mazda prüft aktiv Optionen, es wurde jedoch noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Führungskräfte suchen nach einer Lösung, die Leistung, Gewicht und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften in Einklang bringt. Das Unternehmen ist bestrebt, einen neuen Miata auf den Markt zu bringen, doch der Antriebsstrang bleibt die größte Hürde.

„Wenn einer dieser drei Aspekte [Spaß, geringes Gewicht und Erschwinglichkeit] fehlt, ist es kein MX-5.“ – Jo Stenuit, Mazdas Designchefin in Europa.

Das Endprodukt wird wahrscheinlich irgendeine Form der elektrischen Unterstützung beinhalten. Die Frage ist, wie Mazda es integrieren wird, ohne die Seele des Miata zu opfern.