Streckenbetreiber von Laguna Seca zerstört Skyline im Wert von 250.000 US-Dollar und löst Rechtsstreit aus

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Ein hochwertiger Nissan Skyline GT-R erlitt auf dem WeatherTech Raceway Laguna Seca einen Totalschaden, als ein Teleskopladerfahrer während einer Warnphase gegen ihn prallte, was nun zu einer öffentlichen Klage führte. Der Vorfall ereignete sich beim R’s Day 2025, einer jährlichen Veranstaltung für GT-R-Enthusiasten, und eskalierte, nachdem private Verhandlungen gescheitert waren. Der Besitzer des Autos, Artin Nazaryan, verlangt nun vollen Schadensersatz.

Vorfalldetails: Eine Kette von Fehlern

Der Unfall ereignete sich, nachdem ein früherer mechanischer Defekt dazu geführt hatte, dass Öl auf die Strecke gelangte und eine rote Flagge auslöste. Während das Standardverfahren das sichere Anhalten aller Autos beinhaltet, stellten die Beamten zunächst eine schwarze Flagge aus, um die Fahrer zum Verlassen der Rennstrecke aufzufordern, setzten dann die rote Flagge aus und ließen mehrere Fahrzeuge liegen. Als der Teleskoplader Reifen bewegte, um Barrieren zu reparieren, kollidierte er mit Nazaryans geparktem R34 Skyline V-Spec und zerstörte die hintere Seitenverkleidung irreparabel.

Die Aufnahmen bestätigen, dass die Sicht des Fahrers durch die gestapelten Reifen beeinträchtigt war und das Auto sich beim Aufprall eindeutig außerhalb der Ideallinie befand. Der Skyline, eine stark modifizierte Kettenmaschine mit einem 2,8-Liter-HKS-Motor, sequentiellem Getriebe und umfangreichen Sicherheitsverbesserungen, wird auf etwa 250.000 US-Dollar geschätzt.

Streit und Vorwürfe

Nazaryan suchte zunächst eine private Einigung in Laguna Seca, doch die Verhandlungen scheiterten. Die Rennstrecke weigerte sich angeblich nicht nur, Schadensersatz zu zahlen, sondern machte Nazaryan auch dafür verantwortlich, dass er sich nicht an die ordnungsgemäßen Markierungsverfahren gehalten hatte. Nazaryan bestreitet diese Behauptung mit der Begründung, dass der Teleskopladerfahrer mit Behinderung in ein stehendes Fahrzeug gefahren sei.

Nazaryan hat auf Instagram gepostet:

„Um es festzuhalten: Ich habe noch nie einen belästigenden Anruf bei Laguna Seca oder einem seiner Mitarbeiter getätigt … Ich habe ein Video darüber geteilt, was mit meinem Auto passiert ist und wie die aktuelle Situation ist. Ich bitte niemanden, sie zu kontaktieren, sie zu belästigen oder irgendetwas in meinem Namen zu tun.“

Der Fall hat öffentliche Gegenreaktionen ausgelöst, und viele Kommentatoren drängen auf eine Beilegung des Verfahrens. Nazaryan bot einen Kompromiss an: voller Schadenersatz im Austausch für positive PR, um Verletzungen oder Strafansprüche zu vermeiden.

Implikationen und Branchenkontext

Dieser Vorfall verdeutlicht die mit Streckentagen verbundenen Risiken, bei denen mechanische Ausfälle, Fahrerfehler und Betriebsunfälle zu erheblichen Sachschäden führen können. Bei grober Fahrlässigkeit kann der Versicherungsschutz eingeschränkt sein, so dass die Rennstrecke möglicherweise für die Auslagen haftbar gemacht werden muss.

Der Streit verdeutlicht die Spannungen zwischen Veranstaltern und Teilnehmern, insbesondere wenn es um hochwertige Fahrzeuge geht. Während viele dieser Vorfälle privat geklärt werden, ist dieser Fall aufgrund der angeblichen Kooperationsverweigerung der Rennstrecke eskaliert.

Die Situation bleibt ungelöst, aber das Ergebnis könnte einen Präzedenzfall für die Haftung bei ähnlichen Trackday-Vorfällen darstellen.