Vauxhall Frontera vs. BYD Atto 2: Das neue Gesicht erschwinglicher SUVs

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Der Automobilmarkt verändert sich, etablierte Marken lassen neben dem Zustrom chinesischer Automobilhersteller auch klassische Namen wieder aufleben. Dieser Wettbewerb treibt Innovationen voran und führt vor allem zu niedrigeren Preisen. Das neueste Beispiel? Vauxhalls wiederauferstandener Frontera, jetzt ein Elektro-SUV für preisbewusste Käufer, trat gegen den BYD Atto 2 an – ein Neuling, der eine überzeugende Mischung aus Funktionen und Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Beide Autos stellen einen strategischen Schachzug ihrer Hersteller dar: Vauxhall nutzt die Nostalgie und BYD profitiert von einem schnell wachsenden Marktanteil.

Die Wiederbelebungsstrategie: Bekannte Namen in einer neuen Ära

Autohersteller wie Vauxhall und Ford greifen zunehmend auf bekannte Abzeichen zurück – Puma, Explorer, Capri, Frontera –, um sich in einem immer dichter werdenden Markt abzuheben. Dabei handelt es sich nicht nur um Branding; Es geht darum, mit Käufern in Kontakt zu treten, die sich gern an diese Namen erinnern. Diese Strategie ist jedoch jetzt besonders wichtig, da eine Welle chinesischer Marken nach Europa gelangt, wo die Markenbekanntheit von Bedeutung ist. Insbesondere die Frontera zielt darauf ab, die Konkurrenz durch wettbewerbsfähige Preise zu unterbieten und gleichzeitig ein Gefühl der Vertrautheit zu schaffen.

Kopf-an-Kopf-Rennen: Frontera Electric vs. BYD Atto 2

Der Frontera Electric startet bei einem bemerkenswert niedrigen Preis von 25.495 £ (nach staatlicher Förderung) und ist damit einer der erschwinglichsten Familien-Elektrofahrzeuge. Allerdings bietet der 44-kWh-Akku eine bescheidene Reichweite von 186 Meilen, was für lange Fahrten alles andere als ideal ist. Ein Upgrade auf das 54-kWh-Paket kostet 3.500 £ mehr, verbessert die Leistung jedoch nicht wesentlich. Der Atto 2 zum Preis von 30.850 £ bietet eine größere 51,1-kWh-Batterie mit einer etwas besseren offiziellen Reichweite von 214 Meilen und einen stärkeren 175-PS-Motor. Der Antriebsstrang des Atto 2 liefert eine stärkere Beschleunigung und erreicht 100 km/h in 7,9 Sekunden, verglichen mit den schleppenden 12,8 Sekunden des Frontera.

Leistung und Fahrerlebnis

Der Atto 2 ist spürbar schneller, das Fahrgefühl ist allerdings etwas distanziert. Die Lenkrückmeldung ist minimal und die Fahrt kann auf unebenen Straßen unruhig sein. Der Frontera ist zwar leistungsschwach, bietet aber ein komfortableres Fahrgefühl, auch wenn ihm das direkte Ansprechverhalten des Atto 2 fehlt. Eine bemerkenswerte Enttäuschung beim Atto 2 ist sein überempfindliches Fahrerüberwachungssystem, das ununterbrochen piept, wenn Sie auch nur für einen Moment von der Straße wegschauen.

Interieur und Technik

Beide Autos teilen sich Komponenten mit anderen Modellen innerhalb ihrer jeweiligen Gruppe – der Frontera mit Citroen, der Atto 2 mit den anderen Angeboten von BYD. Der Frontera profitiert von einem intuitiveren Dashboard-Layout und vermeidet das umständliche Head-up-Display einiger Citroen-Modelle. Auch die Klimasteuerung des Atto 2 ist frustrierenderweise im Touchscreen-Menü vergraben, anstatt über physische Tasten zu verfügen.

Eigenverantwortung und Zuverlässigkeit

Die Besitzerumfragen von Vauxhall fallen gemischt aus, aber die Marke bietet mittlerweile acht Jahre Pannenhilfe bei Finanzierungsgeschäften an. BYD taucht in diesen Umfragen noch nicht auf, aber die lange Garantie (sechs Jahre) ist ein großer Vorteil. Beide Autos sind serienmäßig mit Sicherheitsfunktionen wie Spurassistent und Verkehrszeichenerkennung ausgestattet, obwohl der Atto 2 mit adaptiver Geschwindigkeitsregelung und Erkennung des toten Winkels die Nase vorn hat.

Das Urteil: BYD Atto 2 übernimmt die Führung

Wer ein kompaktes Elektro-SUV sucht, für den ist der BYD Atto 2 klar im Vorteil. Seine stärkere Leistung, die größere Reichweite und der effizientere Antriebsstrang machen ihn zur praktischeren Wahl. Während die Sicherheitssysteme des Atto 2 aufdringlich sein können und es dem Fahrerlebnis an Engagement mangelt, sind die Standardausstattung und der Gesamtwert kaum zu übersehen. Der Vauxhall Frontera Electric ist immer noch eine konkurrenzfähige Option, insbesondere für Käufer, die Wert auf Preis und Platz im Innenraum legen, aber seine Kompromisse bei Reichweite und Leistung bremsen ihn. Letztendlich eignet sich der Atto 2 besser für das Fahren in der Stadt, wo die Reichweitenangst minimal ist und der Komfort nicht im Vordergrund steht.