Stellen Sie sich vor, Ihr Chef lehnt an seinem Schreibtisch. Die Warnung ist schwerwiegend. Wenn Sie die neuen Prognosen für dieses Jahr nicht richtig wahrnehmen, sind Sie verloren. Diese Zahlen sind aggressiver als das, was sie in den letzten vier Jahren erreicht haben. Die erforderliche Geschwindigkeit ist im letzten Jahrhundert beispiellos.
Stellen Sie sich nun die Automobilindustrie auf diesem Stuhl vor.
So geht es derzeit den Führungskräften großer Automobilhersteller. Der Druck steigt. Neue Bundesnormen zum Kraftstoffverbrauch zwingen die Branche zu einer Änderung, die nie gefordert wurde, aber nicht länger ignoriert werden kann.
Erläuterung der 54,5 mpg-Regel
Im Juli 2011 führte Präsident Obama neue Standards für den Kraftstoffverbrauch ein. Das Ziel ist klar. Autohersteller müssen die Effizienz um 5 % pro Jahr steigern. Der durchschnittliche jährliche Anstieg lag mit 3,5 % etwas höher.
Bis 2025 will die Regierung im Testzyklus eine durchschnittliche Fahrzeugfahrleistung von 54,5 mpg erreichen. Das entspricht den 37 mpg, die auf dem tatsächlichen Fensteraufkleber angegeben sind, den die meisten Käufer in Ausstellungsräumen sehen.
Mathematik ist grausam. Seit 2007 ist die Effizienz der Branche durchschnittlich um etwas mehr als 2 % pro Jahr gestiegen. Diese Lücke in nur vier Jahren zu schließen, ist eine enorme Verbesserung. Wir müssen mit einer Geschwindigkeit innovieren, die traditionelle Fahrzeugentwicklungszyklen durchbricht.
Historisch gesehen haben Autohersteller solche Ideen gehasst. Als 2007 ein ähnlicher Standard erschien, begann Panik. Die Kosten neuer Technologien mögen unerschwinglich erscheinen. Fortschritt sieht aus wie eine Geldgrube.
Was hat Sie dazu bewogen, Ihre Meinung zu ändern? Regulierungsdruck.
Die Annahme von Bundesmitteln zwingt die Automobilhersteller dazu, ihre Haltung gegenüber der Regierung abzuschwächen. Aber es geht nicht nur um Compliance. Auch der Markt hat sich verändert. In den letzten vier Jahren haben sich Kleinwagen und der Kraftstoffverbrauch von einem Nischeninteresse zur Mainstream-Nachfrage entwickelt. Käufer wollen es. Die Regulierungsbehörden verlangen dies. Die Industrie muss sich anpassen.
Leichte Materialien und fortschrittliche Ergänzungen
Wie können Sie mehr Meilen aus der Gallone herausholen, ohne das Rad neu zu erfinden? Beginnen Sie damit, Ihr Auto leichter zu machen.
Aluminium und andere Leichtbaumaterialien werden zum Standard bei Rahmenteilen und Rahmen. Die verarbeitende Industrie leistet weiterhin Überstunden, um die Kosten dieser Ressourcen zu senken. Leichtere Autos verbrauchen weniger Kraftstoff. Dabei handelt es sich um eine einfache physikalische Gleichung, die schließlich von den Automobilherstellern übernommen wurde.
Doch nicht alle Lösungen sind attraktiv. Einige Effizienzgewinne sind gering. Fast unsichtbar.
Kleine Änderungen des Reifendrucks und der Reifenzusammensetzung. Reibungsarmer Schmierstoff im Motor. Die Außenlinien wurden aerodynamisch verfeinert. Diese allmählichen Veränderungen summieren sich. Sie manipulieren den Kraftstoffverbrauch auf kleine, messbare Weise.
Das Problem ist das Ausmaß des Nutzens. Eine Studie der University of Michigan hat eine alarmierende Realität hervorgehoben. Die Erhöhung von 18,4 mpg auf 18,5 mpg bedeutet eine Differenz von 500 US-Dollar in der Steuerrechnung des Herstellers. Wie hoch ist die tatsächliche Kraftstoffersparnis für den Fahrer? Niedrig.
Wir haben weniger als eine Meile gejagt. Aber in der Regulierungswelt zählen Punkte.
Start-Stopp-System und Batterietechnik
Eines der leistungsstärksten Werkzeuge zur Verbesserung der Effizienz ist die Batterieleistung. Genauer gesagt handelt es sich um ein Leerlaufstoppsystem.
Diese Systeme ermöglichen das Abstellen des Motors, wenn das Fahrzeug an einer Ampel angehalten wird. Elektronische Geräte bleiben mit Strom versorgt. Sobald Sie das Gaspedal betätigen, startet der Motor erneut.
Derzeit sind nur 2 % der Fahrzeuge nordamerikanischer Automobilhersteller mit dieser Technologie ausgestattet. Diese Zahl wird sich bald ändern.
Johnson Controls, der in Wisconsin ansässige Hersteller, der ein Drittel der Autobatterien herstellt, hat seine Fabrik renoviert. Im kommenden Sommer bereitet sich das Unternehmen darauf vor, mit der Produktion von Batterien ausschließlich für Start-Stopp-Systeme zu beginnen.
Spart mir das Geld? Vielleicht. Durch den Kauf einer typischen Familienlimousine können Sie 100 US-Dollar pro Jahr sparen. Für die meisten Familien ist das keine lebensverändernde Summe. Aber die kumulative Wirkung von Millionen von Autos ist atemberaubend.
Marc Clothier von Bloomberg Businessweek sagte, dass die individuellen Einsparungen zwar gering sein mögen, die Auswirkungen auf die gesamte Branche jedoch groß sein können. Dies ist die niedrig hängende Frucht und die Lieferkette ist endlich zur Ernte bereit.
Alternative Kraftstoffe und Elektrofahrzeuge
Es gibt eine andere Methode. Kraftstoffwechsel.
Die Industrie erforscht Erdgas. Ethanol. Flüssiggas. Diese alternativen Quellen werden in Labors und Teststrecken im ganzen Land erforscht und entwickelt.
Dann ist da noch die Zukunft der Elektrizität. Das ist nicht mehr die Zukunft. Hier ist es.
Tesla Roadster. Chevrolet Volt. Nissan Leaf. Diese Fahrzeuge fahren mit Strom statt mit Benzin. Sie sind entweder vollelektrisch oder verfügen über wesentliche elektrische Komponenten.
Aufgrund der weltweit geltenden strengen Kraftstoffeffizienzstandards haben Automobilhersteller nur wenige Optionen. Sie müssen danach streben, neue Technologien einzuführen. Sie müssen auf sauberere Kraftstoffquellen umsteigen. Sie müssen Designs entwickeln, die Grenzen überschreiten.
Vorbei sind die Zeiten, in denen die Dinge auf die gleiche Weise gemacht wurden. Das Fenster ist geschlossen. Diese Vorhersagen sind aggressiv. Die Uhr tickt.





























