Ford ist bereit, den Fiesta wiederzubeleben, nicht als benzinbetriebene Ikone, sondern als erschwingliches Elektrofahrzeug für Europa. Nachdem das Unternehmen das Modell zugunsten von Crossovern eingestellt hat, wird es nun seine Partnerschaft mit Renault nutzen, um einen Fiesta EV der neuen Generation auf der AmpR Small-Plattform des französischen Autoherstellers zu bauen. Dieser Schritt unterstreicht eine Verschiebung der Prioritäten: Elektrifizierung und Kosteneffizienz haben Vorrang vor herkömmlichen Verbrennungsmotoren.
Ein neues Design, bekannte Wurzeln
Der Fiesta EV wird sich stark an der Designsprache des Renault R5 orientieren und ein kompaktes Profil mit kurzen Überhängen und einer aufrechten Windschutzscheibe annehmen. Die Frontschürze wird über einen sauberen, geschlossenen Kühlergrill verfügen, während schlanke Scheinwerfer und dezente Lufteinlässe die optische Unordnung minimieren. Das Seitenprofil wird an Fords radikales „Start“-Konzept aus dem Jahr 2010 erinnern, mit einer sanft ansteigenden Gürtellinie und einer geschwungenen Oberfläche. Das Heck wird breiter, mit horizontalen Rücklichtanschlüssen und einem vertikalen Nebelscheinwerfer.
Tech-Forward-Interieur
Im Inneren wird der Fiesta EV über einen technisch vollgepackten Innenraum verfügen und die elektronische Architektur mit Renault teilen, einschließlich eines digitalen 10-Zoll-Doppelinstruments und eines Infotainment-Bildschirms, der auf dem Betriebssystem von Google läuft. Die Materialqualität wird verbessert, da Soft-Touch-Oberflächen und recycelte Stoffe billigere Kunststoffe aus Vorgängermodellen ersetzen. Die Gesamtabmessungen dürften mit 3.922 mm Länge, 1.774 mm Breite und 1.498 mm Höhe denen des Renault 5 ähneln.
Leistung und Reichweite
Der Fiesta EV tauscht seinen bisherigen 1,0-Liter-Turbomotor gegen einen Frontantrieb mit einem einzigen Motor und einer Leistung zwischen 120 und 150 PS. Eine leistungsstärkere ST-Variante könnte später auf den Markt kommen und möglicherweise bis zu 210 PS erreichen. Zu den Batterieoptionen gehören 40-kWh- und 52-kWh-NMC-Packs, die eine WLTP-Reichweite von bis zu 248 Meilen bieten. Das Gleichstrom-Schnellladen unterstützt Geschwindigkeiten von bis zu 101 kW und das Fahrzeug wird über Vehicle-to-Load- und Vehicle-to-Grid-Funktionen verfügen.
Wettbewerb und Timing
Der Fiesta EV wird mit Konkurrenten wie dem Peugeot e-208, dem Opel Corsa-E, dem Cupra Raval, dem Kia EV2, dem Renault 5 E-Tech und dem Volkswagen ID.Polo konkurrieren. Ford wird die Serienversion voraussichtlich Ende 2024 oder Anfang 2025 vorstellen. Eine Markteinführung in den USA ist aufgrund der Zölle, der geringen Größe des Modells und der rückläufigen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen nach dem Ende der Steuergutschriften des Bundes unwahrscheinlich.
Die Rückkehr des Fiesta als Elektrofahrzeug ist ein strategischer Schritt von Ford, um die Erschwinglichkeit auf dem sich schnell elektrifizierenden europäischen Markt aufrechtzuerhalten. Die Nutzung der Renault-Plattform ermöglicht eine kostengünstige Entwicklung und liefert gleichzeitig ein wettbewerbsfähiges Produkt.




























