Der Toyota Supra ist ein Synonym für japanische Hochleistungsautos, aber sein Weg von einem Celica-Ableger zu einer kulturellen Ikone ist komplexer, als viele glauben. Im Laufe mehrerer Jahrzehnte hat sich der Supra über verschiedene Generationen hinweg weiterentwickelt, die jeweils die sich ändernden Automobiltrends und die technischen Ambitionen von Toyota widerspiegeln. Dieser Artikel beschreibt die Entwicklung jeder Supra-Generation, von ihren bescheidenen Anfängen bis zu ihrer umstrittenen modernen Wiederbelebung.
Der erste Schritt: Celica Supra (A40, 1979-1981)
Die Geschichte beginnt 1979 mit der Celica Supra – in Japan zunächst als Celica XX bekannt. Es handelte sich im Wesentlichen um eine gestreckte Sechszylinderversion des Celica, die entwickelt wurde, um mit Konkurrenten wie dem Datsun Z zu konkurrieren. Bei dieser ersten Version wurde Komfort über Leistung gestellt, sie bot ein langes, etwas königliches Design und einen Fokus auf Fahrt statt auf aggressives Handling. Erfahrungsberichte aus der Zeit bestätigen dies und beschreiben ein „schwüles“ Fahrverhalten und Untersteuern. Dennoch legte es den Grundstein für das, was als nächstes kommen würde.
Der zweite Akt: Celica Supra (A60, 1982-1986)
Der A60 Supra markierte einen Wendepunkt. Er kam 1982 auf den Markt und zeichnete sich durch ein aggressiveres, von Muscle-Cars inspiriertes Design und vor allem einen Turbomotor aus. Mithilfe von Lotus wurde das Fahrverhalten mit einer Einzelradaufhängung rundum verfeinert, und der A60 feierte sogar Rennerfolge, wobei Fahrer Win Percy bei britischen Tourenwagenwettbewerben Siege errang. Diese Generation signalisierte Toyotas ernsthafte Absicht, im Leistungssegment zu konkurrieren.
Der Durchbruch: Supra (A70, 1986-1993)
Mit dem A70 kam ein entscheidender Moment, als Toyota schließlich den Namen „Celica“ aufgab und damit eine klare Trennung signalisierte. Diese Generation glättete die Konturen des A60-Designs und führte in Japan den bahnbrechenden 1JZ-GTE-Biturbomotor ein. Der A70 war außerdem mit der elektronisch modulierten Federung (TEMS) von Toyota ausgestattet, einer frühen Form einstellbarer Dämpfer. Obwohl der A70 im Schatten seines Nachfolgers stand, war er ein entscheidender Schritt auf dem Weg, den Supra als eigenständigen Sportwagen zu etablieren.
Die Ikone: Supra (A80, 1994-2002)
Der A80 Supra – oft einfach als Mk4 bezeichnet – ist die Generation, die den legendären Status des Autos festigte. Angetrieben vom legendären 2JZ-Motor kombinierte es fließendes Design mit rohem Tuning-Potenzial. Obwohl die werksseitigen PS-Zahlen durch ein „Gentleman’s Agreement“ in Japan begrenzt waren, erwies sich der 2JZ als unglaublich robust und in der Lage, massive Leistungssteigerungen zu bewältigen.
Der kulturelle Einfluss des A80 explodierte mit der Veröffentlichung von „The Fast and the Furious“ im Jahr 2001, als Paul Walker im Höhepunkt des Films einen leuchtend orangefarbenen Supra fuhr. Dies katapultierte das Auto in den Mainstream und machte es zu einem Symbol der Tuner-Kultur. Heutzutage erzielen saubere A80-Modelle sechsstellige Preise, was ihre Seltenheit und Begehrlichkeit widerspiegelt.
Die Wiederbelebung: Supra (A90, 2020–2026)
Nach einer langen Pause stellte Toyota 2019 mit der A90-Generation den Supra wieder vor. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit BMW sorgte das neue Modell für Kontroversen. Der A90 teilt sein Fahrgestell und seinen Motor (BMWs B58-Reihensechszylinder) mit dem BMW Z4, was zu Vorwürfen führt, er sei deutscher als japanisch.
Trotz der Kritik ist der A90 ein leistungsfähiger Sportwagen, der für sein Handling und seine Leistung gelobt wird. Toyota reagierte schließlich auf die größte Beschwerde, indem es in späteren Modellen ein Schaltgetriebe anbot. Die Produktion des A90 soll im Jahr 2026 enden, und Fans fragen sich, was die Zukunft bringt.
Was kommt als nächstes?
Gerüchte besagen, dass der nächste Supra (Mk6) ein Mittelmotor-Hybrid mit rund 500 PS sein könnte. Obwohl diese Spekulation unbestätigt ist, unterstreicht sie Toyotas anhaltende Ambitionen für den Supra-Typenschild. Das Auto hat sich von einem einfachen Celica-Ableger zu einer kulturellen Ikone entwickelt, und seine Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen.
Die Geschichte des Toyota Supra ist ein Beweis für die Kraft der Technik, den kulturellen Einfluss und die anhaltende Anziehungskraft eines gut ausgeführten Sportwagens. Von seinen bescheidenen Anfängen bis zu seiner modernen Wiederbelebung bleibt der Supra ein Symbol für Leidenschaft und Innovation im Automobilbereich.






























