Bei Harley-Davidson ging es nicht immer nur um V-Twins. Mitte der 1970er Jahre versuchten sie mit einer überraschenden Wendung, auf dem Leichtbaumarkt zu konkurrieren. Die Harley-Davidson SS-250 von 1975 war ein mittelgroßes Motorrad, das direkt auf einem Yamaha-Design basierte. Es verfügte über einen Zweitakt-Einzelmotor. Dieses Fahrrad war Teil einer kurzen, aber interessanten Ära, in der Milwaukee Fahrräder baute, die die DNA mit japanischer Ingenieurskunst teilten.
Wurzeln in der Partnerschaft
Harleys Umstellung auf kleinere Motoren erfolgte nicht über Nacht. Die Marke ging Anfang der 1960er Jahre eine Partnerschaft mit dem italienischen Unternehmen Aermacchi ein. Ziel war es, mittelgroße Viertakt-Einzelmotoren unter dem Harley-Davidson-Logo zu verkaufen. Diese Modelle hatten einigen Erfolg. Bald wurde die Produktpalette um kleinere Zweitaktmodelle erweitert. Die Rede ist von Hubräumen ab 65 cm³. Sie stiegen sogar in den Minibike-Markt ein.
Die größeren Viertakt-Einzelmotoren behaupteten sich. Aber die Automobillandschaft veränderte sich. Der Markt verlangte nach etwas Modernerem.
Steigen Sie in die SS-Serie ein
Harley stellte Mitte der 1970er Jahre ein Quartett neuer mittelgroßer Zweitakt-Einzelmotoren vor. Diese basierten alle auf Yamaha-Designs. Der SS-250 erschien 1975. Er war die größte Straßenversion dieser Modellreihe.
Für diejenigen, die auf der Suche nach Dirt- oder Dual-Purpose-Fähigkeiten sind, bietet Harley Modelle mit dem SX-Präfix an. Sowohl die SS- als auch die SX-Serie waren schließlich in den Größen 175 cm³ und 250 cm³ erhältlich. Der SS-250 war das Flaggschiff dieser neuen, auf die Straße ausgerichteten Initiative.
Das Zweitaktproblem
Der Zeitpunkt war unglücklich. Als diese Fahrräder auf die Straße kamen, nahm der regulatorische Druck zu. Die Environmental Protection Agency begann, gegen Verschmutzungsquellen vorzugehen. Zweitaktmotoren standen ganz oben auf der Abschussliste. Aufgrund ihrer Ölverbrennungskonstruktion galten sie als Hauptverursacher der Luftverschmutzung.
Rückblickend war die Umstellung auf Zweitaktmotoren ein strategischer Fehltritt für Harley-Davidson. Die Marke war mit einem wachsenden Stigma konfrontiert, das mit der Technologie verbunden war.
Das Ende einer Ära
Der regulatorische Gegenwind erwies sich als zu stark. Harley-Davidson hörte nach 1978 auf, Einzylinder-Motorräder jeglicher Art anzubieten. Die SS-250 und ihre Geschwister wurden zu einer Fußnote. Sie stellen einen einzigartigen Moment dar, in dem Harley stark von der japanischen Ingenieurskunst übernommen hat, um relevant zu bleiben. Es war ein mutiger Schritt, der letztendlich nicht von Dauer war.






Das zweitaktige Glücksspiel, das scheiterte
Harley-Davidson versuchte, auf Zweitaktmotoren umzusteigen, als sich die Zeichen bereits abzeichneten. Der SS-250 von 1975 war ihr Flaggschiff-Versuch, der sich jedoch nicht durchsetzen konnte. Der Grund ist nicht komplex. Es ist umweltfreundlich.
In den 1970er-Jahren begannen sich die Schadstoffvorschriften zu verschärfen. Zweitaktmotoren verbrennen Öl mit dem Kraftstoff. Sie stoßen Rauch aus. Dies wurde schnell zu einer Belastung.
Warum der SS-250 nicht von Dauer war
Der SS-250 sah aus wie ein Sportwagen. Das war es nicht. Es war ein leichtes Pendlerfahrrad. Harley hoffte, mit japanischen Importen konkurrieren zu können. Sie haben es verpasst.
Das Motordesign war einfach. Aber Einfachheit geht nicht über Emissionsstandards. Das Motorrad könnte die neuen Regeln nicht ohne große Änderungen erfüllen.
Der Regulierungshammer
Die Regierungen in den USA und Europa gingen hart durch. Die Emissionsgrenzwerte wurden strenger. Zweitaktmotoren haben Schwierigkeiten, diese Grenzwerte einzuhalten. Ihnen fehlt die Verbrennungseffizienz von Viertaktmotoren.
Harley erkannte, dass zwei Schlaganfälle eine Sackgasse waren. Sie konnten nicht genug innovativ sein, um legal zu bleiben. Der SS-250 war ihr letzter echter Versuch.
Erbe des Experiments
Der SS-250 ist jetzt eine Fußnote. Es zeigt Harleys Kampf um die Anpassung. Sie blieben bei dem, was sie wussten. V-Zwillinge. Viertakter.
Das Experiment endete schnell. Harley baute keinen weiteren Zweitakt-Nachfolger. Der Markt bewegte sich weiter. Das taten sie auch.
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