Volkswagen hat seit Jahren keinen Supersportwagen mehr gebaut. Eigentlich nie wirklich. Das letzte Mal, als sie mit der Idee liebäugelten, produzierten sie vor über 25 Jahren W12-Prototypen. Das Management blinzelte. Sie haben den Stecker gezogen. Überließ die Hypercar-Kriege stattdessen Audi und Lamborghini.
Einem Designpraktikanten ist das egal.
Fabian Reitz hat es trotzdem getan. Oder besser gesagt. Er hat es sich ausgedacht. Sein Praktikumsprojekt sollte eine Standardübung auf dem Skizzenblock sein. Stattdessen produzierte er den ID.DIN T14
Andreas Mindt leitet das VW Brand Design. Er hat Reitz‘ Arbeit auf Instagram gepostet. Es war auch nicht nur Tinte auf Papier. Volkswagen hat tatsächlich ein maßstabsgetreues Modell gebaut
Die Proportionen sind klar. Die Flächen werden reduziert. Es ist sicher mutig. Aber auch bedrohlich
„Starker grafischer Charakter“ ist die Art Ausdruck, die Unternehmenstypen lieben, aber hier bedeutet er etwas anderes.
Erinnert es Sie an den Audi Concept C? Vielleicht. Schauen Sie genauer hin. Es ist dunkler. Schwerer. Wie ein Fahrzeug des Pinguins in einem düsteren Batman-Neustart. Plattenseitig. Winzige Fenster. Umlaufendes Glas, das den Fahrer vollständig verbirgt.
Es hat keine Seitenspiegel. Stattdessen ragen Kameras aus den Kotflügeln heraus. Genau wie Lecia-Technologie, aber seltsamer. Massive Räder. Aero-Abdeckungen, die wahrscheinlich mechanisch nichts bewirken, aber im Stillstand schnell aussehen.
Was halten Sie von dem massiven Heckdiffusor? Es dominiert das Backend. Auch an den vorderen Kotflügeln befinden sich aggressive Lüftungsschlitze. Es sieht unheimlich und nicht freundlich aus
Ästhetisch würde es sich perfekt in die VW-Reihe einfügen. Würde aber wahrscheinlich überhaupt nicht zur Engineering-Strategie passen.
Seien wir realistisch. Dies ist ein Studentenprojekt. Keine Blaupause. Erwarten Sie nicht, dies in drei Jahren zu bestellen. Es ist eine Designübung. Eine coole Sache. Aber immer noch genau das
