Es läuft günstig. Erschreckenderweise. Aber dieses Auto zu besitzen ist wie eine Beziehung mit jemandem, der Geld spart und einen langsam in den Wahnsinn treibt.
Das Reifendrama
Wir haben den MG4 Urban in Erwartung einer Leichtigkeit in die Hand genommen. Stattdessen bekamen wir ein Geheimnis.
Kurz nach der Lieferung leuchtete die Reifendruckwarnung auf. Ich ging von einem Sensorfehler aus. Überstieg die Luft. Weitergefahren. Eine Woche später kam es zurück. Unheilvoll. Ich ging zu einer örtlichen Werkstatt und hoffte auf eine einfache Reparatur des Steckers oder einen günstigen Tausch.
Es war ein Seitenwandschaden. Erfordert einen kompletten Reifenwechsel. Das Problem ist, dass der Maxxis Waltz MS1-Gummi für diese Autos nicht vor Ort auf Lager ist. Meine Werkstatt hat auch online nichts gesagt. Ihnen bleiben zwei schlechte Entscheidungen. Für ein Rad eine andere Marke kaufen? Nein. Vier passende neue kaufen? Schmerzhaft.
Glücklicherweise reagierte die Pressestelle von MG. Techniker kamen mit einem passenden Reifen zu mir nach Hause. Habe es genau dort eingebaut. Schneller Service. Gute Stimmung.
MG ist sich der Lagerknappheit bewusst und gibt an, dass die Reifen bald in Großbritannien verfügbar sein dürften. Ab jetzt? Immer noch nein.
Die Reparatur hat funktioniert, weist aber auf eine logistische Lücke hin. Wenn dies einem normalen Käufer ohne Pressekontakte passiert, muss er warten oder zu viel ausgeben.
Effizienz ist der Held
Lassen Sie uns darüber sprechen, warum Sie dieses Auto eigentlich wollen.
Es frisst Strom, als würde es versuchen, dünner zu werden. Ich schaffe regelmäßig 4,4 Meilen pro kWh. Im Sommer. Mit der Klimaanlage auf maximaler Stufe.
Das ist wichtig. Die meisten Besitzer von Elektrofahrzeugen sind besessen von den reinen Reichweitenzahlen. Sie verfehlen den Punkt. Effizienz ist das, was die Stromrechnung bezahlt. Der Hyundai Ioniq war hier einst der König und erreichte aufgrund der Aero-Magie etwa 5,0 Meilen/kWh. Der MG4 konkurriert damit. Manchmal ist es besser.
Bei guten Fahrten habe ich fast 5,5 Meilen/kWh gesehen. Das ist außergewöhnlich für eine moderne Crossover-Form. Man erhält zwar eine Reichweite von 258 Meilen, aber der eigentliche Gewinn liegt darin, wie günstig sich jede Meile anfühlt. Dadurch spare ich erheblich Geld beim Aufladen. Es fühlt sich kaum so an, als würde ich es anschließen.
Ist das ein Wunder? Fast.
Der billige Innenraum hat Risse
Der Preis für das Long Range-Modell liegt bei 27.995 £. Billig. Das bedeutet Kompromisse.
Auf den ersten Blick sieht die Kabine schick aus. Genauer hinsehen? Überall Hartplastik. Den Sitzen fehlt der Halt für lange Fahrten. Noch schlimmer ist der Lärm.
Kurz nach 2.000 Meilen begann sich der Innenraum zu beschweren. Knarrt. Rasseln. Insbesondere die Mittelkonsole entwickelte selbst auf glattem Asphalt ein störendes Brummen. Es fühlt sich nicht wie ein Auto an, das auf Langlebigkeit ausgelegt ist. Es fühlt sich an, als ob jemand nach einer Preisobergrenze gebaut wurde.
Dann gibt es noch die technischen Kopfschmerzen.
Pieptöne, Bongs und Batteriediebstahl
Die Sicherheitsausstattung des MG Pilot ist unerträglich. Es schreit. Du gähnst? Achtung, Sie sind müde. Piept eine Minute lang. Auf dem Straßenschild steht 30? Es schreit dich an. Das Schild ist falsch, aber das Auto weiß das nicht. Der Lärm ist unerbittlich.
Es gibt eine Einstellung, um dies auszuschalten. Sie speichern Präferenzen über das System. Sie müssen es bei jeder einzelnen Fahrt tun. Ich vergesse es immer wieder. Fahren Sie los. Vergessen Sie die Einstellungen. Hören Sie den Sirenengesang des Sicherheitscomputers. Stöhnen.
Schlimmer noch war mein eigener Fehler im letzten Juni. Heißer Zauber. Ich sprang mit laufender Klimaanlage aus dem Auto. Ich habe vergessen, die Tür abzuschließen. Das Auto schaltet die Systeme nur ab, wenn es verriegelt ist. Fünf Stunden später kam ich zurück.
Die Klimaanlage war fünf Stunden lang in Betrieb. Kontinuierlicher Abfluss. Ich habe 17 Prozent Akkuladung verloren. Umsonst.
Es ist meine Schuld, dass ich es vergessen habe. Aber das Systemdesign macht das Vergessen einfach und kostspielig. Es ist ungeschickt.
Urbaner Kämpfer
Die Fahrdynamik ist ausreichend. Der 158 PS -Motor fühlt sich in der Stadt zügig an. Die kompakte Größe macht das Parken zum Kinderspiel. Das Ein-Pedal-Bremsen glättet den Stop-Go-Verkehr.
Landstraßen zeigen ihr Gewicht. Körperrolle. Schlaglöcher verunsichern es. Autobahnmeilen wirken sich stark auf die Effizienz aus. Aber auch dort hält der Akku besser als die Konkurrenz.
Es ist ein tolles Stadtauto. Schrecklicher Begleiter auf langen Autobahnfahrten. Und die Technik bekämpft Sie die ganze Zeit.
Der MG4 Urban bietet ein unglaubliches Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn man das Klappern ignoriert und die Macken der Batterie in den Griff bekommt. Es ist ein Effizienz-Kraftpaket, verpackt in billigem Plastik, mit einem wütenden Alarmsystem.
Seltsame Mischung. Aber effektiv? Ja. Lassen Sie die Tür einfach nicht unverschlossen.
