Wie das Terraplane von 1934-1937 Hudson vor dem Bankrott rettete

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Roy D. Chapin, der Präsident der Hudson Motor Car Company, beobachtete den Erfolg des Essex Terraplane von 1932–33 und beschloss, den „Essex“-Teil wegzulassen. Bis 1934 hieß die Marke einfach Terraplane. Dabei handelte es sich nicht nur um eine Namensänderung. Es war ein strategischer Dreh- und Angelpunkt, der das Unternehmen buchstäblich am Leben hielt.

Auch das technische Rückgrat veränderte sich. Hudson verzichtete auf den älteren 193-Kubikzoll-Sechszylinder und den 244-Kubikzoll-Achtzylinder. Sie ersetzten sie durch einen neuen Langhub-Sechszylinder. Dieser 212-cid-Motor leistete 80 bis 85 PS. In den Jahren 1935 und 1936 stieg die Leistung auf 88 PS. Bis 1937 waren es 96 bzw. 102 PS. Der Terraplane wurde zu einem Hudson, aber als eigenständige Marke trug er das Gewicht des Unternehmens.

Preis- und Sortimentsentwicklung

Essex Terraplanes waren günstig, ab 425 Dollar. Die Nachfolger von 1934 rückten in die gehobene Klasse vor. Die Preise lagen jetzt zwischen 565 und 880 US-Dollar. Die Aufstellung wurde komplexer. Sie hatten den Special und den Challenger mit einem Radstand von 112 Zoll. Darüber befanden sich die Major-Modelle auf einem 116-Zoll-Chassis.

Der Major war 1935 verschwunden. Der Challenger wurde in DeLuxe umbenannt. 1936 verschob sich die Linie erneut. DeLuxes saßen auf einer neuen 115-Zoll-Plattform. Der Zoll schloss sich ihnen als höherwertige Option an. Die DeLuxe- und Super-Modelle von 1937 verwendeten ein um zwei Zoll auf 117 Zoll verlängertes Chassis.

Karosserieformen und Design

Terraplanes folgten den Designtrends der späten 1930er Jahre, ohne zu übertreiben. Der Kühlergrill von 1936–37, der oft als „Fechtermaske“ bezeichnet wird, bleibt umstritten. Manche lieben den Look. Manche hassen es.

Roadster und Phaetons standen nie auf der Speisekarte. Stattdessen bekamen die Käufer Brougham- und Coach-Limousinen. Diese gab es in regulärer und Trunkback-Touring-Form. Zur Standardausstattung gehörten Festdach- und Cabrio-Coupés. Ein Smart Victoria erschien nur 1934. Der DeLuxe-Kombi mit Holzkarosserie von 1936 war in diesem Jahr exklusiv. Im Jahr 1937 gingen einige Fahrgestelle in den kommerziellen Einsatz.

Leistungsdaten

Die Leistung war für die damalige Zeit solide. Ein britischer Straßentest einer Terraplane-Limousine von 1936 erzählt die Geschichte. In 26,6 Sekunden beschleunigte er von 0 auf 60 Meilen pro Stunde. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 82 Meilen pro Stunde. Wenn man bedenkt, dass das Auto etwa 2.800 Pfund wog, sind diese Zahlen glaubwürdig.

„Der Sechszylindermotor … hat die Geschmeidigkeit und Laufruhe, die für amerikanisches Design charakteristisch sind … Selbst bei 70 gibt es kein besonderes Aufsehen … [Der Terraplane] kann daher ein ausgesprochen schnelles Auto für Langstreckenfahrten sein und ist zudem einfach zu handhaben … [Er] bietet und leistet viel für seinen Preis.“

Der Rezensent bemerkte die Laufruhe des Motors. Bei Autobahngeschwindigkeit gab es keine Aufregung. Es war einfach zu handhaben. Es bot ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Verkaufsvolumen und Vermächtnis

Terraplane trieb Hudsons Volumen voran. Als eigenständige Marke wurden innerhalb von vier Jahren fast 280.000 Fahrzeuge insgesamt verkauft.

  • 1934: ~51.000 Einheiten
  • 1935: ~51.000 Einheiten
  • 1936: ~87.000 Einheiten
  • 1937: 90.253 Einheiten

1938 waren die anderen Junior-Ausgaben tot. Terraplanes bekamen Hudson-Abzeichen. Das Sortiment wurde um Standard-, DeLuxe- und Super-Modelle erweitert. Leistung um acht PS gesteigert. Aber das Terraplane von 1938 stand vor einem neuen Problem. Die neue „112“-Linie machte Terraplane weder zum kleinsten noch zum billigsten Hudson.

Der Verkauf enttäuschte. Der Name wurde gestrichen. Aber es ist nicht ganz verschwunden. Der Geist überlebte im Pacemaker der Serie 91 und im Six der Serie 92 von 1939. Die Marke hatte ihren Job gemacht. Es ließ das Licht an. Die Frage ist nun: Sind die technischen Verbesserungen bestehen geblieben? Oder sind sie mit dem Abzeichen verblasst?