Ford verzichtet für sein nächstes großes Projekt auf Google Maps. Das kommende Budget-Elektroauto, von dem Gerüchten zufolge die Rückkehr des Ranchero sein wird, wird Apple Maps als primäres Navigationssystem verwenden. Es geht 2027 in Produktion.
Dies ist keine einmalige Entscheidung für einen einzelnen Lkw. Jedes Fahrzeug, das auf der neuen Universal Electric Vehicle (UEV)-Plattform von Ford gebaut wird, erhält Apple Maps. Das bedeutet, dass die Technologie auf ganzer Linie punkten kann.
Warum Ford Apple Maps für die Navigation gewählt hat
Warum Apple? Es geht um Integration. Ford sagt, dass das System detaillierte Wegbeschreibungen, Echtzeit-Verkehrsinformationen und Unfallwarnungen verarbeiten wird. Noch wichtiger ist, dass es eine EV-freundliche Streckenführung bietet. Dazu gehört auch die Vorkonditionierung der Batterie vor dem Anschließen. Ein kleines Detail, aber eines, das Zeit und Reichweite spart.
Ford nutzt auch die Straßendaten von Apple für sein BlueCruise-System. Diese Freisprechfunktion für das Fahren auf der Autobahn wird von LatitudeAI entwickelt. Der neue Ute wird ab 2028 BlueCruise als Option anbieten. Das ist ein seltener Schritt. Die meisten Autohersteller bleiben beim Android Automotive OS, weil es mit Google Maps und dem Play Store ausgestattet ist. Ford bricht aus der Herde aus.
Wie viel wird der neue Ranchero kosten?
Der Preis ist hier die wahre Geschichte. Die neue Ute soll bei 30.000 US-Dollar starten. Das sind ungefähr 43.000 A$. Ziel ist es, eines der günstigsten Autos im gesamten amerikanischen Ford-Angebot zu sein. Derzeit liegt der Ford Maverick Hybrid mit 28.140 US-Dollar auf dem Einstiegsplatz. Das neue Elektrofahrzeug versucht, es zu schlagen oder zumindest eng mit ihm mitzuhalten.
Wie will Ford diesen Preis erreichen? Es ist keine Zauberei. Es sind Herstellungstricks. Das Team nutzt Gigacasting. Dabei werden große Teile des Fahrzeugrahmens in Einzelteilen ausgestanzt, anstatt Dutzende Teile zu schweißen. Sie verwenden auch Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP). LFP-Chemie ist kostengünstiger herzustellen und sicherer, auch wenn sie eine geringere Energiedichte aufweist.
Wie sieht die Budget-EV-Plattform aus?
Ein Spion entdeckte letzten Juni in Kalifornien einen Prototyp. Es sieht aus wie ein traditioneller Pickup. Bis auf die steil geneigte Windschutzscheibe. Das ist der einzige wirkliche visuelle Hinweis darauf, dass es anders ist.
Diese Ute ist der Erstgeborene der UEV-Architektur. Es wird von einem geheimen Skunkworks-Team bei Ford gebaut. Aber es wird nicht das letzte sein. Ford plant, dieselbe Plattform für eine Reihe anderer Fahrzeuge zu nutzen. Die Rede ist von zwei- und dreireihigen SUVs. Kleine und mittelgroße Limousinen. Sogar ein Van. Für keines davon gibt es bisher Veröffentlichungstermine. Die Ute ist der Testfall. Wenn es funktioniert, skaliert die Plattform.
Die Integration von Apple Maps und LFP-Batterien signalisiert eine Verlagerung hin zu Kostensenkung und Softwarezuverlässigkeit statt auffälliger Spezifikationen.
Es bleibt abzuwarten, ob andere Hersteller dem Beispiel von Ford folgen. Google ist der etablierte Riese im Automobil-Infotainment. Apple ist zwar kleiner, verfügt aber über eine treue Nutzerbasis. Durch die Einbindung von Apple Maps geht Ford davon aus, dass die nahtlose Integration die Flexibilität von Android-Apps überwiegt.
Die Ute könnte später in diesem Jahr enthüllt werden. Bis dahin schauen wir zu. Werden Apple Maps zum Standard für erschwingliche Elektrofahrzeuge? Oder war das nur ein skurriles Experiment? Die Antwort liegt in den Produktionslinien im Jahr 2027.





























